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zurück 03. Oktober 2019

Pünktlich zum 30. Jahrestag: Ausstellungsergänzung "Die 80er Jahre bis zum Mauerfall" eröffnet

Erweiterungsfläche verleiht dem PS.SPEICHER Einbeck ein neues Gesicht

Genau drei Jahrzehnte nach den denkwürdigen Ereignissen rund um den Fall der Berliner Mauer ergänzt der PS.SPEICHER jetzt seine Hauptausstellung um einen neuen Saalbereich unter dem Titel "Die 80er Jahre bis zum Mauerfall". Auf rund 320 Quadratmetern werden 27 Exponate gezeigt. Die Stiftung Niedersachsen, die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, die Niedersächsische Sparkassenstiftung mit der Sparkasse Einbeck und die VR Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken mit der Volksbank Einbeck unterstützen das Projekt.

Bereits vor drei Jahren begannen die Planungen für die Erweiterung der Ausstellung um die Zeit der 80er Jahre. Räumlich an die Disco-Szene der 70er anschließend, sollte die Fläche die zeitliche Lücke bis zum Zeittunnel schließen. Die bislang an gleicher Stelle präsentierten Exponate und Aktivstationen zum Thema Fahrzeug- und Fahrersicherheit sollen in absehbarer Zeit an anderer Stelle im PS.SPEICHER gezeigt werden.

„Eigentlich“, so Geschäftsführer Lothar Meyer-Mertel, „ist unsere Hauptausstellung im PS.SPEICHER mit der nun erfolgten Ergänzung erst richtig fertig geworden.“ Denn erst jetzt sei die Zeitspanne von den Anfängen der mechanischen Mobilität bis in die jüngere Gegenwart lückenlos präsentiert. Zudem habe die Ausstellung auch dramaturgisch mit der dargestellten Szenerie des Mauerfalls einen echten, neuen Höhepunkt erhalten.

Der neu entstandene Saal "Die 80er Jahre bis zum Mauerfall" geizt denn auch nicht mit Emotionen - insgesamt sieben Autos, 19 Motorräder sowie ein Fahrrad präsentieren dem Besucher die wohl spannendste Epoche der deutschen Nachkriegsgeschichte. Eine spektakuläre Fotostation mit einem durch die Berliner Mauer fahrenden Trabant lädt zum Einsteigen ein; Kultfahrzeuge auf zwei und vier Rädern lassen Erinnerungen lebendig werden und das Herz höherschlagen.

So befindet sich unter den gezeigten Exponaten beispielsweise ein gestifteter seltener AHS IMP, ein seinerzeit im Autohaus Südhannover in Göttingen gebauter Buggy auf Basis des VW Käfer. Eine seltene Van Veen OCR1000 aus Duderstadt ergänzt die Präsentation regionaler Fahrzeugbauer. Friedel Münchs beeindruckenden SuperBikes wird künftig mit gleich zwei Kraftprotzen deutlich mehr Raum gewidmet: Neben der bereits ausgestellten Münch 4 gesellt sich ab sofort noch eine Münch Mammut dazu. Ein weißes Golf Cabrio erinnert an die legendäre 80er-Jahre TV-Serie „Schwarzwaldklinik“. Und auch ein „Bonanza-Rad“ darf natürlich nicht fehlen.

Die begleitenden Informationstafeln gehen auf die motorisierten Trends der damaligen Zeit ein, als Geschwindigkeit noch vor Sicherheit kam und der Freiheitsdrang der Deutschen kaum Grenzen kannte. Ebenso beleuchtet die Ausstellung auch die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der 80er Jahre: Glasnost und Perestroika beenden Jahrzehnte des Kalten Krieges zwischen Ost und West und läuten in Europa eine Zeit der Annäherung und der Völkerverständigung ein. Die Besucher erfahren viel Wissenswertes über die Rock- und Popkultur der Endsiebziger und das Erstarken des Terrors durch die Rote Armee Fraktion in Deutschland.

Verschiedene Aktivstationen, u.a. zu dem Thema Design (Vergleich Ost-West), ein Quiz zu berühmten Filmautos, eine Fotostation und eine Musikstation laden zum Ausprobieren und Verweilen ein.

Spektakulär verändert hat sich mit der Fertigstellung der zusätzlichen Ausstellungsfläche auch die Außenfassade des Gebäudes: Über dem Eingang der GENUSSWERKSTATT entstand ein gläserner Vorbau, der den Blick auf eines der 80er Jahre-Exponate freigibt. Hinter der Scheibe steht das originale Promotionfahrzeug des legendären Kinofilms "Zurück in die Zukunft", ein DeLorean DMC 12 aus dem Jahr 1981.

Rund 400.000,- € kostet der Umbau des Saales. Etwa die Hälfte der Mittel geht auf Förderungen durch die Stiftung Niedersachsen, die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, die Niedersächsische Sparkassenstiftung mit der Sparkasse Einbeck und die VR Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken mit der Volksbank Einbeck zurück. „Wir freuen uns sehr über diese Hilfe“, meint Meyer-Mertel. „Der PS.SPEICHER ist zu 95% aus Privatmitteln finanziert. Da ist mit dieser Förderung auch ein sehr schönes Signal der Unterstützungsbereitschaft von mehreren Seiten ge-geben.“

Gemeinsam legten die Förderer zur Eröffnung noch einmal selbst Hand an: Eine symbolische Mauer musste eingerissen werden, um den Zugang zur Ausstellung "Die 80er Jahre bis zum Mauerfall" endgültig zu ebnen. Zuvor stellten PS.SPEICHER-Ausstellungsleiter Sascha Fillies, Kurator Andy Schwietzer sowie die Ausstellungsgestalter Matthias und Eva Kaluza unter der Moderation von Stephan Richter von der Kulturstiftung Kornhaus das Ausstellungskonzept vor.

Der jetzt neu eröffnete Bereich ist Teil der Hauptausstellung des PS.SPEICHER und zu den regulären Öffnungszeiten zu besichtigen.

offizieller Kommentar der Stiftung Niedersachsen