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Oldtimer fahren statt E-Scooter: Meine erste Fahrt im Karmann Ghia

  • 24. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit
Karmann Ghia vor dem PS,Speicher

Ich bin Julia, 23, arbeite im PS.SPEICHER – und habe etwas ausprobiert, das für viele in meinem Alter neu ist: Oldtimer fahren. Nicht anschauen, nicht mitfahren. Selbst am Steuer sitzen. Mein erster Oldtimer war unser Karmann Ghia, den man bei uns im PS.SPEICHER mieten kann. Es war vor allem erstmal eins: überfordernd. Genau davon handelt dieser Beitrag.


Vor dem Start: Erwartungen vs. Realität

Meine Erwartung: Schlüssel umdrehen, Gang rein, los. So wie im Alltag mit einem Schaltwagen oder einer Automatik. Die Realität: Ich sitze im Karmann Ghia, schaue auf Armaturen, Regler, Schalter – und merke, dass ich erst einmal verstehen muss, was wofür da ist. Kein Touchscreen, kein Assistenzsystem, kein „alles erklärt sich selbst“. Der Wagen wirkt wie eine Zeitkapsel.


Karmann Ghia

Der Rückwärtsgang: Mein kurzer Moment der Ratlosigkeit

Kleine Szene am Parkplatz: Ich will aus der Lücke. Vorwärts geht nicht. Rückwärtsgang – einfacher Gedanke, knifflige Umsetzung. Ich suche die typische Sperre, probiere verschiedene Wege, nichts passt. Das ist der Moment, in dem man kurz am eigenen Können zweifelt.

Dann der Trick (und ja, ich habe mir Hilfe geholt): Mit Gefühl schalten, notfalls minimal rollen lassen und die Position des Hebels sauber treffen, statt zu „drücken“.


Schalten: Rhythmus statt Routine

Im Alltag schalte ich nebenbei. Hier wird Schalten zur Herausforderung. Gas weg, Kupplung, Gang sauber führen, wieder einkuppeln – in einem Tempo, das zum Auto passt. Je mehr ich mich auf diesen Rhythmus einlasse, desto entspannter wird es.


Das Fahrgefühl

Auf der Landstraße zeigt der Karmann Ghia schnell, wie direkt er sich fährt. Er wirkt leichtfüßig, aber die Lenkung verlangt Einsatz. Um sauber durch Kurven zu kommen, muss ich mitarbeiten – genau das macht Spaß. Geräusche, Vibrationen, Geruch – alles ist präsent. Man sitzt nicht nur im Auto, man fährt wirklich mit dem Auto. Das macht die Fahrt sehr bewusst.


Stadtverkehr: Blick nach vorn, vorausschauend fahren

Im Verkehr heißt es: vorausschauend denken. Abstände, Bremsen, Ampeln – ich plane mehr voraus, halte mir Spielräume. Nicht aus Angst, sondern aus Respekt. Die Bremsen greifen anders, die Lenkung lenkt anders, die Sicht ist anders.


Zum Schluss haben wir noch das Dach aufgemacht – und ich war überrascht, wie laut der Karmann Ghia offen ist. Der Motor klingt präsenter, der Fahrtwind ist deutlich hörbar, und Gespräche werden schnell zur Herausforderung. Hätte ich Musik hören wollen, hätte ich das Radio voll aufdrehen müssen. Im Alltag verbinde ich mich sonst einfach per Bluetooth mit dem Handy und starte eine Playlist – im Oldtimer geht das natürlich nicht. Stattdessen hört man die Straße, den Motor, den Wind – und merkt, wie anders sich Fahren anfühlen kann, wenn nichts dazwischenfunkt.


Was mir schwerfiel

  • Rückwärtsgang: Es hat mehrere Anläufe gebraucht, um ihn reinzukriegen.

  • Kupplungspunkt: Anders als gewohnt, aber nach ein paar Mal gut zu treffen.

  • Schalten: Präziser führen, nicht hetzen. Rhythmus vor Tempo.

Das alles ist lernbar. Und genau darin steckt der Reiz: Man wächst in das Auto hinein, statt dass das Auto alles für einen übernimmt.


Für wen sich das lohnt – gerade, wenn man jung ist

Wenn du in deinem Alltag E-Scooter, Automatik oder moderne Kleinwagen fährst, ist ein Oldtimer wie der Karmann Ghia eine echte Erfahrung. Kein nostalgischer Filter, sondern ein anderer Zugang zu Mobilität: aktiv, bewusst, nah an der Technik. Es ist nicht kompliziert, aber es fordert Aufmerksamkeit. Und das ist genau das, was die Fahrt besonders macht.


Zum Schluss noch ein Tipp: Wenn ihr das selbst erleben wollt, schaut euch unsere Mietfahrzeuge an – darunter auch den Karmann Ghia. Bucht euch einen Slot, fahrt eine Runde und findet heraus, wie sich analoges Fahren anfühlt. Es lohnt sich, das einmal auszuprobieren.




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