1.000 FörderFreunde: Bei Mandy Zucher ist Oldtimerliebe Familiensache
- vor 2 Stunden
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Manche Meilensteine kann man planen. Und manche passieren genau im richtigen Moment. Mitten in den Einbecker Oldtimertagen, umgeben von historischen Fahrzeugen, Benzingesprächen und Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen, war es so weit: Die FörderFreunde PS.SPEICHER konnten ihr 1.000. Mitglied begrüßen.
Und besser hätte es uns eigentlich kaum treffen können. Denn unser 1.000. Mitglied ist Mandy Zucher – ausgesprochen oldtimeraffin, stolze Fahrerin eines bestens gepflegten Wartburg 311 und Teil einer Familie, bei der historische Fahrzeuge längst kein Hobby eines Einzelnen mehr sind. Mandy ist nämlich nicht allein gekommen. Ihr Mann ist inzwischen ebenfalls FörderFreund, ihr Sohn auch – und die Tochter ist als Copilotin ohnehin mittendrin. Aus Mitglied Nummer 1.000 wurde damit fast auf Anhieb eine kleine FörderFreunde-Familie.
Wenn der Familienkompass ziemlich eindeutig nach Osten zeigt
Wer Mandy ein bisschen kennenlernt, merkt schnell: Historische Fahrzeuge werden bei Familie Zucher nicht nur angeschaut. Sie werden gefahren, gepflegt, repariert und restauriert. Mandy selbst fährt ihren Wartburg 311. Zum familiären Fuhrpark gehört noch ein Wartburg 1.3, einige Simsons und irgendwo wartet noch ein Trabant geduldig darauf, dass seine Restaurierung an die Reihe kommt. Kurz gesagt: Die Schraubergarage scheint gut gefüllt zu sein – und die Gefahr, dass Familie Zucher plötzlich keine Projekte mehr hat, dürfte überschaubar sein.
Eine gewisse Vorliebe lässt sich dabei kaum übersehen: Wenn es um historische Fahrzeuge geht, zeigt der Familienkompass ziemlich zuverlässig Richtung Osten. Besonders schön ist, dass diese Leidenschaft längst an die nächste Generation weitergegeben wurde. Mandys Sohn begann bereits mit 15 Jahren an seinem eigenen Wartburg zu schrauben. Noch bevor er ihn selbst fahren durfte, wurde also schon repariert, verbessert und vermutlich auf den großen Moment hingefiebert. Mit 17 konnte er den Wagen schließlich beim begleiteten Fahren selbst bewegen. Mit 18 hieß es dann endlich: freie Fahrt.
Wer schon Jahre zuvor am eigenen Auto geschraubt hat, dürfte diesen Moment vermutlich noch einmal anders genießen als jemand, der einfach nur Führerschein und Autoschlüssel in die Hand bekommt. Und genau das gefällt uns an dieser Familiengeschichte besonders: Hier wird Begeisterung nicht nur gepflegt, sondern weitergegeben – mit Wissen, gemeinsamen Erlebnissen und wahrscheinlich auch mit der einen oder anderen ölverschmierten Hand.
Die 1.000 bekommt ein Gesicht
Bei den Einbecker Oldtimertagen wurde Mandy zu unserem 1.000. Mitglied. Diesen Meilenstein wollten wir aber nicht einfach zwischen Tür und Angel vorbeiziehen lassen. Deshalb haben wir sie einige Wochen später gemeinsam mit ihrer Familie noch einmal ganz offiziell im PS.SPEICHER begrüßt.
„Willkommen Förderfreundin Nr. 1000“
Dass Mandy sich darüber freute, war kaum zu übersehen. Und natürlich sollte es nicht bei einem herzlichen Willkommen bleiben. Als 1.000. Mitglied durfte sie sich über einen Gutschein für einen Tag mit einem Fahrzeug aus der Old- und Youngtimer-Vermietung des PS.SPEICHER freuen. Bei ihrer Oldtimerleidenschaft dürfte schon die Auswahl des passenden Fahrzeugs Teil des Vergnügens werden. Auch ihre Familie ging nicht leer aus: Für jedes Familienmitglied gab es noch eine kleine Überraschung aus dem PS.SPEICHER-Shop.
So bekam die Nummer 1.000 den Rahmen, den sie verdient – nicht als Zahl in einer Mitgliederliste, sondern als Gelegenheit, den Menschen dahinter kennenzulernen. Und dabei wurde ziemlich schnell klar: Wir begrüßen hier nicht nur ein neues Mitglied, sondern eine Familie, die richtig Lust darauf hat, die Idee der FörderFreunde weiterzutragen.
Vom FörderFreund zum Botschafter
Mandy und ihr Mann nehmen selbst gerne an Oldtimer-Rallyes teil. Und genau dort möchten sie künftig auch auf den PS.SPEICHER und die FörderFreunde aufmerksam machen – nicht nur in Einbeck und der Region, sondern darüber hinaus. Das finden wir großartig, denn bei einer Rallye beginnt ein Gespräch selten mit einem Mitgliedsantrag.
Irgendwann kommt man vielleicht darauf zu sprechen, dass man FörderFreund des PS.SPEICHER ist und warum einem dieser Ort etwas bedeutet. Genau solche Botschafter brauchen wir: Menschen, die gerne dabei sind und diese Begeisterung weitergeben. Mandy und ihre Familie wollen andere Oldtimerfreunde neugierig machen und neue Mitglieder für die FörderFreunde gewinnen. Und ein bisschen von dieser Energie wünschen wir uns tatsächlich von allen unseren Mitgliedern.
Bei 1.000 soll der Tacho nicht stehen bleiben
Denn so sehr wir uns über die 1.000 freuen: Sie ist ein Meilenstein, aber kein Zielstrich. Die FörderFreunde möchten den PS.SPEICHER in Zukunft noch stärker und verlässlich unterstützen. Dafür brauchen wir eine breite Mitgliederbasis.
Der PS.SPEICHER wird von einer unabhängigen gemeinnützigen Stiftung getragen und erhält keine staatliche Grundförderung. Hinter den Ausstellungen und Sammlungen stehen historische Fahrzeuge, Gebäude, Restaurierungen, Bildungsangebote, Veranstaltungen und viele Menschen, die dafür sorgen, dass Mobilitätsgeschichte nicht einfach aufbewahrt, sondern lebendig vermittelt wird. All das braucht Unterstützung.
Deshalb wollen – und müssen – wir als Förderverein weiter wachsen, wenn wir langfristig mehr bewegen möchten. Nicht, weil eine große Mitgliederzahl auf dem Papier besonders eindrucksvoll aussieht. Sondern weil jedes zusätzliche Mitglied die Gemeinschaft stärkt und damit auch die Möglichkeiten, den PS.SPEICHER zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Und weil große Ziele durchaus erlaubt sind, haben wir uns eines gesetzt: 2.023 FörderFreunde bis zum Jahr 2030.
Warum gerade 2.023? Welche Idee dahintersteckt und was eine solche Mitgliederbasis bewirken könnte, erzählen wir euch bald noch ausführlicher. Denn dieses Ziel verdient einen eigenen Beitrag. Nur so viel vorweg: Ohne Visionen wäre auch der PS.SPEICHER nicht das geworden, was er heute ist. Am Anfang stand die Idee des Stifters Karl-Heinz Rehkopf, seine über Jahrzehnte aufgebaute Sammlung nicht für sich zu behalten, sondern sie zu bewahren und für andere zugänglich zu machen.
Große Dinge beginnen eben selten mit dem Gedanken: „Machen wir lieber etwas Kleines.“
Eigentlich fehlt nur einer …
Rein rechnerisch klingt der Weg zu den 2.023 erstaunlich einfach. Wenn jedes unserer heutigen Mitglieder nur einen weiteren Menschen für die FörderFreunde begeistern würde, wären aus 1.000 ziemlich schnell 2.000 geworden. Dann fehlten nur noch 23. Eigentlich ganz einfach.
Eigentlich.
Denn natürlich lassen sich neue Mitglieder nicht einfach ausrechnen. Menschen müssen erfahren, wofür die FörderFreunde stehen, neugierig werden und vielleicht von jemandem angesprochen werden, der selbst gerne dazugehört. Mandy macht gerade vor, wie das aussehen kann: Sie wurde FörderFreundin, ihre Familie zog mit – und nun möchten sie ihre Begeisterung auch unterwegs bei Rallyes weitertragen. So kann aus einer Mitgliedschaft plötzlich Bewegung entstehen.
Dabei heißt FörderFreund sein übrigens nicht nur, etwas zu geben. Mitglieder haben freien Eintritt in den PS.SPEICHER und seine Sammlungen und können die Veranstaltungen der FörderFreunde besuchen. Bis zu elf Termine im Jahr bieten eine Mischung aus Fahrzeuggeschichte, Technik, Reisen, Vorträgen, besonderen Persönlichkeiten und Begegnungen. Vor allem aber wird man Teil einer Gemeinschaft, die etwas verbindet: die Begeisterung für Mobilität und der Wunsch, den PS.SPEICHER zu unterstützen.
Und genau diese Gemeinschaft möchten wir größer machen. Deshalb werden wir künftig auch die nächsten Hunderterschritte nicht einfach unbemerkt vorbeiziehen lassen: 1.100, 1.200, 1.300 – und irgendwann hoffentlich 2.023.
Vielleicht sitzt das nächste Mitglied schon neben euch
Mandy und ihre Familie passen deshalb ziemlich gut zu diesem besonderen Meilenstein. Sie stehen für das, was wir uns für die kommenden Jahre wünschen: für Freude an historischen Fahrzeugen, gemeinsames Schrauben und Fahren, Begeisterung über Generationen hinweg – und für Mitglieder, die nicht nur dabei sind, sondern auch andere mitnehmen.
Und an alle, die bereits FörderFreunde sind, haben wir zum Schluss eine kleine Aufgabe:
Schaut euch bei der nächsten Ausfahrt einmal um. Bei der Rallye, beim Oldtimertreffen, in der Schraubergarage, beim Kaffee – oder vielleicht einfach auf den Beifahrersitz.
Denn womöglich sitzt das nächste Mitglied schon neben euch.
Dann bringt es doch einfach mit.
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