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Die außergewöhnliche Radtour eines Bürokraten: Von der Grafschaft Bentheim bis nach Jerusalem

Burkhard Werner steht in der PS.Halle des PS.SPEICHER Einbeck vor einem Publikum und berichtet mit Bildprojektion von seiner Liegeradreise nach Jerusalem; im Vordergrund das Publikum, im Hintergrund sein Liegefahrrad auf der Bühne.
Burkhard Werner bei den FörderFreunden im PS.SPEICHER

Losfahren statt einrosten – mit dem 'Fietse' Richtung Freiheit

Einfach mal machen. Rauf auf den Sattel, tief durchatmen, und los geht’s – egal wie weit, egal wie schnell. Dass man dafür kein Rennrad, keinen Trainingsplan und schon gar keinen Weltrekord braucht, hat Burkhard Werner eindrucksvoll bewiesen. Der Mann aus der Grafschaft Bentheim ist mit seinem Liegerad in Etappen bis nach Jerusalem gefahren. Über 4.000 Kilometer! Nicht auf Speed – sondern auf Begegnung, Neugier und Durchhaltewillen.


Seine Botschaft: Jede Reise beginnt mit dem ersten Tritt. Und wenn du in kleinen Etappen fährst, kommst du auch ganz weit.

Bei den FörderFreunden PS.SPEICHER hat Burkhard Werner von seiner besonderen Tour erzählt – und das Publikum war genauso begeistert von der Route wie vom Mann auf dem Rad. Kein Abenteurer im Hochglanzformat, sondern einer wie du und ich. Einer, der einfach losgefahren ist. Der mit dem Rad nicht nur Grenzen überquert, sondern auch sich selbst ein Stück besser kennengelernt hat. Und der dabei festgestellt hat: Wer langsam reist, sieht mehr – und begegnet mehr Menschen.


Mal zeltete er in Weinbergen, mal wurde er spontan zum Essen eingeladen, mal musste er wegen streunender Hunde in Griechenland in eine Pension ausweichen. Und ja, manchmal ging’s auch mit Blessuren oder dem türkischen Notarztwagen weiter. Aber nichts hat ihn aufgehalten. Denn jede Etappe war ein Erlebnis – jede Pause eine Chance, ins Gespräch zu kommen.


Besonders sein Liegerad fiel überall auf – ungewöhnlich, tief liegend, gemütlich. Ein echter Eisbrecher, wie er sagt. „Das Liegerad macht dich sichtbar – und wer sichtbar ist, kommt ins Gespräch.“ Ob in Norditalien oder in Anatolien: Neugierige Blicke, spontane Einladungen und ehrliche Begegnungen waren seine ständigen Begleiter während der Radtour.


Sein Motto passt in jeden Fahrradkorb: Losfahren statt einrosten. Langsam kommt man auch ans Ziel. Jede gemeisterte Etappe macht Mut zur nächsten.

Klingt einfach? Ist es auch. Auf seiner Webseite www.radetappen.de erzählt Werner von weiteren außergewöhnlichen Touren – mit dem Klapprad zur Arbeit, mit dem Tandem in den Urlaub, mit Neugier durch Europa. Alles dabei. Und immer mit dem Gefühl: Das kannst du auch!


Der PS.SPEICHER war bei seinem lebendigen Bildervortrag nicht nur Kulisse, sondern Mitspieler einer lebendigen Mobilitätsgeschichte. Denn Mobilität ist eben nicht nur Technik – sie ist ein Lebensgefühl. Und manchmal reicht ein Fahrrad, ein Zelt und ein bisschen Mut, um aufzubrechen.


Also: Fahrrad satteln, Luft aufpumpen, los geht’s. Die Welt wartet schon. Und wer weiß – vielleicht liegt dein eigenes Jerusalem gleich um die nächste Kurve.



 
 
 

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