Ein unvergessliches Abenteuer mit Caius Ruff und Tobias Meyer: Die Mongol Rally – Im Polo von Prag nach Ulan-Ude
- vor 11 Stunden
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„Klar, das würden wir sofort wieder machen!“ – Diese Worte von Caius Ruff und Tobias Meyer fassen ihr außergewöhnliches Abenteuer auf den Punkt. Im Rahmen der Einbecker Oldtimertage gaben die beiden einen spannenden Einblick in ihre Teilnahme an der legendären Mongol Rally, bei der sie zusammen mit ihrem Freund Christian „Mesi“ Mesenbring in einem VW Polo Fox, Baujahr 1991, mehr als 16.000 Kilometer in acht Wochen von Prag nach Ulan-Ude zurücklegten.
Die Mongol Rally ist ein wahres Abenteuer, das jährlich hunderte Teams aus der ganzen Welt anzieht. Mit einer Strecke von rund 17.000 Kilometern gehört sie zu den größten Rallyes der Welt. Die Regeln sind einfach, aber die Herausforderungen immens: Die Autos dürfen maximal 1,2 Liter Hubraum haben, die Teams sind auf sich allein gestellt, und jeder Teilnehmer muss mindestens 1.000 britische Pfund an wohltätige Organisationen spenden. Doch das Besondere an dieser Rallye ist, dass jedes Team die Strecke selbst wählen kann – was zu unzähligen unvorhersehbaren Erlebnissen führt.
Ein Polo als treuer Begleiter Mongol Rally
Für Caius, Tobias und Mesi bedeutete die Rallye nicht nur, Kilometer zu sammeln, sondern eine echte Prüfung ihrer Teamarbeit und Ausdauer. Der Polo, liebevoll „Fuchs“ genannt, war der treue Begleiter auf dieser abenteuerlichen Reise. Trotz seiner 28 Jahre erlebte er mit den drei Freunden eine beeindruckende Tour, die von vielen Pannen, unvorhersehbaren Herausforderungen und außergewöhnlichen Erlebnissen geprägt war.
„Der Polo und wir sind zu einem wahren Team verschmolzen“, berichteten Caius und Tobias. Der Wagen, der mit 2.089 Litern Benzin eine Strecke von über 16.000 Kilometern zurücklegte, meisterte die schwierigen Bedingungen der Reise – von extrem schlechten Straßen über schwierige Grenzübergänge bis hin zu handwerklichen Reparaturen unterwegs.
Abenteuer pur: Begegnungen und Herausforderungen
Die Strecke der Mongol Rally führte die Teilnehmer durch 19 Länder, wobei sie nicht nur mit technischen Problemen, sondern auch mit unvorhersehbaren Herausforderungen konfrontiert wurden. In der Türkei meisterte das Team die D 915, eine der gefährlichsten Straßen der Welt, die sich ohne Sicherheitsbarrieren an steilen Hängen entlangschlängelt. Auch extreme Temperaturen im Iran, Straßenverhältnisse in Turkmenistan und der Pamir-Highway in Zentralasien gehörten zu den Höhepunkten dieser außergewöhnlichen Rallye.
Das Team berichtete von Begegnungen mit unglaublich gastfreundlichen Menschen, von den engen Straßen der Städte und der überwältigenden Baukultur entlang der Strecke. Besonders im Iran wurden sie von den Einheimischen mit Obst und selbstgebackenem Gebäck versorgt – so viel, dass sie praktisch keine Restaurants mehr brauchten.
Neben den Naturerfahrungen waren es vor allem die menschlichen Begegnungen, die die Reise unvergesslich machten. In Ulaanbaatar besuchte das Team ein Waisenhaus und sammelte Spenden für die Renovierung der Heizungsanlage. Dieser Besuch hinterließ einen bleibenden Eindruck und ist ein weiteres Beispiel für den wohltätigen Zweck, der bei der Rallye im Vordergrund steht.
Von der Mongolei zurück: Die Rückreise im Polo
Nach rund acht Wochen und einer zurückgelegten Strecke von 17.000 Kilometern erreichte das Team die Mongolei. Doch das war noch nicht das Ende der Reise. Unmittelbar nach dem offiziellen Abschluss der Rallye entschieden sich Caius, Tobias und Mesi, den Polo auf dem Rückweg nach Deutschland nicht aufzugeben. So fuhren sie mit dem Polo 10.000 Kilometer weiter über Russland, Kiew und Polen zurück – insgesamt 27.000 Kilometer, die der Polo unermüdlich meisterte.
„Es war das Abenteuer unseres Lebens, und wir würden es jederzeit wieder machen“, fasst Caius zusammen. Das Team dokumentierte die Reise mit unzähligen Fotos, und eines der unvergesslichsten wurde auf dem Roten Platz in Moskau aufgenommen – ein Moment, der heute undenkbar erscheint, da der Platz mittlerweile für ausländische Autos gesperrt ist.
Der Polo im PS.SPEICHER: Ein Stück Geschichte
Heute steht der „Fuchs“, der Polo aus dem Jahr 1991, im PS.SPEICHER in Einbeck und kann dort als Teil der Sammlung der Kleinwagen bestaunt werden. Seit 2021 ist der Polo offiziell als Oldtimer anerkannt, was ihm eine besondere Bedeutung verleiht – nicht nur als Fahrzeug, sondern als Symbol für ein einzigartiges Abenteuer, das von den drei Freunden und ihrem Polo unvergessen bleibt.
Der Polo ist nun ein lebendiges Zeugnis für den Geist der Mongol Rally – für den Mut, die Ausdauer und die Bereitschaft, sich den unvorhersehbaren Herausforderungen des Lebens zu stellen. „Es war der perfekte Begleiter für unsere Reise und wird es immer bleiben“, sagen Caius und Tobias, die sich freuen, dass ihr treuer Polo nun als Teil der Sammlung im PS.SPEICHER weiterhin Geschichte schreibt.
Ein Abenteuer, das bleibt
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