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Gunhild Liljequist - Von A bis Z

  • 22. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Bis Oktober 2026 ist die Sonderausstellung "90 Jahre Gunhild Liljequist" in der Sammlung AUTOMOBIL des PS.SPEICHER zu sehen. Wer war Gunhild Liljequist? Was macht ihr Lebenswerk aus?


Gunhild Liljequist hatte viele Facetten – genau deshalb passt ein A bis Z so gut. Auf diese Weise erfahrt ihr Aspekte zu ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrer Persönlichkeit. Wer danach noch mehr erfahren möchte, ist in der Sammlung AUTOMOBIL genau richtig: Dort präsentiert der PS.SPEICHER die Sonderausstellung "90 Jahre Gunhild Liljequist".


Gunhild Liljequist steht farblich passend gekleidet vor einem samtroten Sonderkäfer, den sie gestalterisch mitprägte. Im Hintergrund ist das Fahrzeug seitlich zu sehen. (C) STIFTUNG PS.SPEICHER
Gunhild Liljequist - farblich passend - vor ihrer Eigenkreation: Ein "Samtroter Sonderkäfer" (C) STIFTUNG PS.SPEICHER


Gunhild Liljequist: Warum ihr Name bis heute mit Volkswagen verbunden ist

Wer sich mit Automobilgeschichte beschäftigt, begegnet vielen bekannten Modellnamen. Deutlich seltener rücken jedoch die Menschen in den Blick, die Farben, Materialien und Innenräume entworfen haben. Genau hier liegt die Bedeutung von Gunhild Liljequist. Sie arbeitete ab 1964 bei Volkswagen in der Abteilung „Farben und Stoffe“ und prägte dort über Jahrzehnte hinweg Ausstattungen, Lacktöne und Interieurkonzepte zahlreicher Fahrzeuge. Im März 2026 wäre sie 90 Jahre alt geworden. Der PS.SPEICHER nimmt dieses Jubiläum zum Anlass für diese Sonderausstellung.

Gunhild Liljequist: Von A bis Z

Um Gunhild Liljequist im Vorfeld besser kennen zu lernen:

A – Accessoires

Gunhild Liljequist gestaltete bei Volkswagen nicht nur Farben und Stoffe, sondern prägte auch Accessoires und Ausstattungsdetails zahlreicher Serien- und Sondermodelle.

B – Berlin

Sie wurde am 21. März 1936 in Berlin geboren.

C – Cabriolet

Zu ihren bekannten Arbeiten zählen auch Gestaltungen für das Golf Cabriolet, etwa das Sondermodell Etienne Aigner.

D – Design

Liljequist gilt als eine der prägenden Gestalterinnen im Volkswagen-Kosmos, besonders im Bereich Farbe, Material und Interieur.

E – Etienne Aigner

Das Golf Cabriolet Etienne Aigner gehört zu den Sondermodellen, mit denen ihr Name bis heute verbunden wird.

F – Farben und Stoffe

1964 begann sie bei Volkswagen in Wolfsburg in der Abteilung „Farben und Stoffe“.

G – Golf GTI

Besonders berühmt wurde sie durch ihren Beitrag zur Gestaltung des ersten Golf GTI. Ihr werden das typische Karomuster der Sitze und der Golfball-Schaltknauf zugeschrieben.

H – Hamburg

Gunhild Liljequist starb am 27. März 2022 in Hamburg.

I – Interieur

Ihr Schwerpunkt lag stark auf dem Innenraumdesign: Stoffe, Sitzmuster, Farbwelten und haptische Details.

J – Jeans

Sie entwarf den Jeans-Polo; Volkswagen nennt sie in diesem Zusammenhang ausdrücklich als Designerin des Modells. Auch der Jeans-Käfer wird mit ihr verbunden.

K – Käfer

Mit mehreren Käfer-Sondermodellen ist sie eng verbunden, darunter der Weltmeister-Käfer, der Samtrote Sonderkäfer und der Jubiläumskäfer „50 Jahre Käfer“.

L – Lacktöne

Über Jahrzehnte entwarf sie Lacktöne, Innenausstattungen und Zubehör für Volkswagen.

M – Marathon Metallic

Für den Weltmeister-Käfer gab sie der Sonderfarbe den Namen „Marathon Metallic“.

N – Nordhoff

Sie wurde noch unter Heinrich Nordhoff bei Volkswagen eingestellt.

O – Oberflächen

Ihre Arbeit zeigt, wie stark scheinbar kleine Dinge wie Materialoberflächen, Muster und Farbkombinationen die Wahrnehmung eines Autos prägen können. Das ist eine Schlussfolgerung aus ihrer dokumentierten Arbeit an Farben, Stoffen und Interieurs.

P – Polo

Auch der Polo gehört zu den Modellen, die sie gestalterisch mitprägte, besonders in Sondereditionen.

Q – Quer kariert

Das bekannte Karo im GTI-Interieur wurde zu einem Erkennungszeichen. Streng genommen ist „quer kariert“ hier eine beschreibende Formulierung, keine offizielle Bezeichnung.

R – Ruhestand

1991 ging sie in den Ruhestand und widmete sich danach wieder stärker der Malerei und Objektgestaltung.

S – Samtroter Sonderkäfer

Eines ihrer bekanntesten Projekte ist der Samtrote Sonderkäfer mit markanter Farb- und Interieurgestaltung.

T – Textilien

Vor ihrer Arbeit bei Volkswagen hatte sie laut mehreren Quellen einen Hintergrund, der mit Porzellanmalerei und gestalterischer Arbeit an Bonbonnieren zusammenhing. Das erklärt mit, warum sie später so stark im textilen und dekorativen Bereich wirkte.

U – Unterschätzte Pionierin

Sie wird heute oft als eine frühe, lange Zeit zu wenig sichtbare Pionierin im Automobildesign beschrieben. Dass sie eine der ersten Frauen in diesem Umfeld war, ist gut belegt; die Bewertung als „unterschätzt“ ist eine vorsichtige Einordnung aus der späteren Würdigung ihres Werks.

V – Volkswagen

Ihr gesamter beruflicher Ruhm ist eng mit Volkswagen verbunden. Dort arbeitete sie von 1964 bis 1991.

W – Wolfsburg

Ihr beruflicher Wirkungsort war vor allem Wolfsburg, das Zentrum der Volkswagen-Gestaltung jener Zeit.

X – X-Faktor

Einen offiziellen Bezug zu „X“ gibt es in den Quellen nicht. Inhaltlich passt hier ihr besonderer Wiedererkennungswert: Sie verlieh Volkswagen-Modellen oft den kleinen gestalterischen Unterschied, der sie unverwechselbar machte. Das ist eine Interpretation, keine zitierfähige Selbstbezeichnung.

Y – Youngtimer-Szene

Viele von ihr mitgestaltete Modelle sind heute in der Oldtimer- und Youngtimer-Szene sehr präsent. Dass sie in den 2010er Jahren als Ehrengast bei entsprechenden Veranstaltungen eingeladen war, ist dokumentiert.

Z – 27 Jahre

Sie arbeitete über einen Zeitraum von 20 Jahren für Volkswagen und hinterließ dabei Spuren, die bis heute sichtbar sind.


Gunhild Liljequist signiert das geöffnete Handschuhfach eines samtroten Sonderkäfers. (C) STIFTUNG PS.SPEICHER
Gunhild Liljequist signiert das Handschuhfach eines "Samtroten Sonderkäfers" (C) STIFTUNG PS.SPEICHER

Gunhild Liljequist im PS.SPEICHER erleben

Ein besonders konkreter Zugang zum Thema bietet aktuell der PS.SPEICHER in Einbeck. Dort läuft seit dem 29. März 2026 die Sonderausstellung „90 Jahre Gunhild Liljequist“ in der Sammlung AUTOMOBIL. Laut PS.SPEICHER zeigt die Ausstellung ihr Leben und Werk und ergänzt dies durch bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus ihrem Nachlass. Die Ausstellung ist bis 5. Oktober 2026 zu sehen.


Jetzt Tickets sichern und den PS.SPEICHER vor Ort erleben.



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1 Kommentar


Gast
30. Apr.

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