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Urlaubsgefühl auf Rädern: Die Campingszene im PS.SPEICHER

  • vor 17 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Camping bedeutet Freiheit, Abenteuer und die Möglichkeit, dem Alltag für eine Weile zu entfliehen. Genau dieses Lebensgefühl könnt ihr auch im PS.SPEICHER erleben. In unserer Erlebnisausstellung erwartet euch eine liebevoll gestaltete Campingszene, die euch direkt in die 1960er Jahre versetzt. Hier wird sichtbar, wie Menschen damals ihre Freizeit verbrachten, mit welchem Fahrzeug sie in den Urlaub fuhren und warum Camping für viele zum Symbol von Unabhängigkeit und Aufbruch wurde.

Besonders schön lässt sich dieser Ausflug mit dem 1-Tagesticket – Erlebnis Fahrzeugwelten verbinden. Damit entdeckt ihr nicht nur die Campingszene in der Erlebnisausstellung, sondern könnt auch alle Sammlungen des PS.SPEICHER besuchen und euch auf eine Zeitreise durch mehr als 200 Jahre Mobilitätsgeschichte begeben.


 

Inszenierte Campingszene mit Zelt, gedecktem Klapptisch, Wäscheleine und rotem VW Campingbus unter Bäumen in der Erlebnisausstellung des PS.SPEICHER.
Camping ab den 1960er Jahren (C) PS.SPEICHER

Flucht aus dem Alltag

In den 1960er Jahren entwickelt sich nicht nur das Auto, sondern auch der Urlaub zunehmend zum Statussymbol. Höhere Einkommen und kürzere Arbeitszeiten verändern das Freizeitverhalten in Westeuropa. Naben Pauschalreisen werden Campingreisen immer beliebter.  Zwar verbringen die meisten Bundesbürger ihre Ferien bis zum Ende des Jahrzehnts weiterhin bevorzugt im eigenen Land, doch rücken neben der italienischen Riviera, Südfrankreich und Spanien bald auch fernere Reiseziele wie Thailand oder Kenia in den Blick.

Begünstigt wird diese wachsende Reiselust durch das seit 1963 geltende Bundesurlaubsgesetz, das einen gesetzlichen Mindesturlaub von 18 Werktagen pro Jahr festschreibt. Damit scheinen den Reiseplänen vieler Bundesdeutscher kaum noch Grenzen gesetzt.

In der DDR ist das Recht auf Urlaub bereits seit 1949 in der Verfassung verankert. Erholung gilt dort als staatliche Aufgabe. Fünf Prozent des Staatshaushaltes fließen in die Unterstützung der volkseigenen Betriebe und des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB). Urlaubsplätze werden systematisch an Familien vergeben, die in den DDR-Betrieben positiv auffallen. Viele DDR-Bürger ziehen den individuellen Urlaub auf dem Campingplatz staatlichen Ferienheimen vor.

Trotz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt der Campingurlaub in Ost und West gleichermaßen beliebt.


Rot-weißer VW Campingbus mit geöffneter Tür in einer inszenierten Campingszene unter einem Baum, mit Campinggeschirr und weiteren Fahrzeugen in der Erlebnisausstellung des PS.SPEICHER.
Typische Campingszene mit VW T1 (C) PS.SPEICHER

Auf den Straßen unterwegs – früher und heute

Was glauben Sie? Wie viele Wohnmobile sind im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) im April 2025 vermerkt? Es sind erstmalig über eine Million Fahrzeuge. Wohnwagen sind es über 780.000 Fahrzeuge. (Stand Januar 2025)

Mit dem einsetzenden Massentourismus Ende der 1950er Jahre nimmt auch die Zahl der zugelassenen Wohnwagen deutlich zu. Die jährlichen Wachstumsraten liegen dabei im zweistelligen Bereich. In den 1960er Jahren bieten rund 40 Hersteller in der Bundesrepublik etwa 3.200 unterschiedliche Wohnwagenmodelle an. In der DDR sind es rund ein Dutzend Unternehmen.

Der erste Campingbus, den VW 1961 gemeinsam mit Westfalia anbietet, sorgt für einen starken Aufschwung auf dem bis dahin kaum entwickelten Markt für Reisemobile. Die frühen Campingbusse verfügen über schnell umbaubare Einrichtungen zum Kochen und Schlafen. Fest eingebaute Innenausstattungen und Sanitäranlagen setzen sich erst in den 1970er Jahren durch.

Wohnanhänger, auch Caravans genannt, bleiben zahlenmäßig deutlich verbreiteter als Reisemobile. Besonders beliebt werden Modelle, die auch von kleineren Autos gezogen werden können. Camping- und Gepäckanhänger für Zweiräder bleiben dagegen eine seltene Ausnahme.

 

Ein besonderes Exemplar aus unserer Erlebnisausstellung: IWL SR59 Berlin

Der Motorroller wird von 1959 bis 1963 gebaut. Die Abkürzung IWL steht für VEB Industriewerke Ludwigsfelde, das SR für Stadtroller. Dieses Modell ist der beliebteste Roller des Werks und mit rund 114.000 Exemplaren zugleich der meistgebaute große Motorroller der DDR.

Auffällig sind seine beiden Einzelsitze, die anstelle einer durchgehenden Sitzbank verbaut sind. Für den Campingurlaub an der Ostsee bietet sich der passende Anhänger Campi an, der als Zubehör für die IWL-Roller erhältlich ist. In ihm finden Zelt und weitere Reiseutensilien Platz. Der Campi wird von 1960 bis etwa 1964 gebaut, vermutlich in einer Stückzahl von rund 5.700 Exemplaren.


Grün-beiger IWL-Motorroller mit passendem Campi-Anhänger in einer inszenierten Campingszene mit Strandkulisse, Liegestuhl und Pflanzen in der Erlebnisausstellung des PS.SPEICHER.
IWL-Roller mit EInrad-Anhäger "Campi" (C) PS.SPEICHER

Campinggeschichte im PS.SPEICHER erleben

Vom VW T1 über Wohnwagen bis zum IWL SR59 Berlin mit Campi-Anhänger zeigt die Campingszene im PS.SPEICHER, wie stark Mobilität und Urlaub zusammengehören. Camping steht dabei nicht nur für Zelt, Anhänger oder Reisemobil. Es erzählt auch von dem Wunsch, selbst zu entscheiden, wohin die Reise geht, wie lange man bleibt und wie viel Freiheit in ein Fahrzeug passt.

Wer diese Geschichte selbst entdecken möchte, findet in der Erlebnisausstellung den passenden Einstieg. Mit dem 1-Tagesticket – Erlebnis Fahrzeugwelten lässt sich der Besuch entspannt erweitern: Neben der Campingszene könnt ihr auch alle Sammlungen des PS.SPEICHER erkunden und weitere Fahrzeugwelten erleben – von Kleinwagen über Motorräder bis zu Automobilen, Modellfahrzeugen und Nutzfahrzeugen.

So wird aus dem Blick auf eine Campingszene ein ganzer Tag voller Mobilitätsgeschichte.


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