Frau ans Steuer: Eine Themenführung über Frauen in der Automobilgeschichte
- vor 2 Tagen
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Wer testet das Automobil zum ersten Mal im Alltag? Wer umrundet als erste Person mit dem Auto die Welt? Und warum sind viele Namen von Frauen in der Geschichte von Automobil und Motorrad bis heute weit weniger bekannt als die von Männern? Genau hier setzt die Themenführung „Frau ans Steuer!“ im PS.SPEICHER an. Sie richtet den Blick auf Frauen, die gefahren, entwickelt, geworben, gearbeitet, organisiert und Grenzen verschoben haben – oft gegen gesellschaftliche Widerstände.

Seit 2022 gehört die Themenführung zum Angebot des PS.SPEICHER. Im selben Jahr wird auch der Themenstrang „Frau ans Steuer!“ in die Erlebnisausstellung integriert und erweitert dort die Perspektive auf die Geschichte von Automobil und Motorrad.
Frauen am Steuer – und im Schatten der Geschichte
Die Führung beginnt nicht erst mit dem Auto. Sie setzt bereits im 19. Jahrhundert an, beim Fahrrad und bei der ersten Welle der Frauenbewegung. Denn schon das Fahrrad verändert den Alltag vieler Frauen. Es erweitert den Bewegungsradius, schafft Unabhängigkeit und wird zu einem Symbol neuer Freiheiten. Genau hier beginnt auch die Frage, wie eng Mobilität, Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Wandel miteinander verbunden sind.

Von dort aus führt der Weg weiter zu den Motorfahrzeugen. Dabei wird deutlich, dass neue Technik nie nur technisch bewertet wird. Schon früh wird bestimmten Fortbewegungsformen ein Geschlecht zugeschrieben. Manche Antriebsarten gelten als passend und „weiblich“, andere als zu wild, zu laut oder zu unschicklich. Genau diese Zuschreibungen greift die Führung auf.
Im Mittelpunkt stehen Pionierinnen, Rennfahrerinnen, Unternehmerinnen und berufstätige Fahrerinnen. Namen wie Bertha Benz, Sophie Opel und Clärenore Stinnes zeigen, dass Frauen in der Mobilitätsgeschichte früh sichtbar sind – auch wenn ihre Leistungen oft weniger bekannt bleiben.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Lebensläufe. Die Führung fragt auch, welche Möglichkeiten motorisierte Mobilität Frauen eröffnet und mit welchen Vorurteilen sie zugleich konfrontiert sind. Wer durfte fahren? Wer wurde ernst genommen? Und warum galten Roller lange als „schicklich“, Motorräder dagegen als „unweiblich“?
Frauen in der Automobilgeschichte: zwischen Alltag, Beruf und Rennstrecke
Die Themenführung schaut auf unterschiedliche Bereiche. Es geht um Frauen, die privat fahren, beruflich mit Fahrzeugen arbeiten oder im Motorsport auftreten. Beispiele aus Alltag, Werbung und Arbeitswelt zeigen, wie weibliche Mobilität wahrgenommen und bewertet wurde. Erste Taxifahrerinnen und Chauffeurinnen tauchen ebenso auf wie sexistische Autowerbung und zeitgenössische Bilder davon, was als passend oder unpassend galt.
So entsteht ein breiterer Blick auf die Geschichte des Fahrens. Frauen erscheinen hier nicht nur als Beifahrerinnen, sondern als aktiver Teil der Mobilitätsgeschichte.

Ein anderer Blick auf die Geschichte des Fahrens
Die Themenführung „Frau ans Steuer!“ macht sichtbar, dass Frauen in der Automobilgeschichte weit mehr waren als Mitfahrende oder Randfiguren. Sie waren Pionierinnen, Berufstätige, Rennfahrerinnen und selbstverständlicher Teil der Mobilitätsgeschichte. Gerade dadurch eröffnet die Führung einen neuen Zugang zur Entwicklung von Automobil und Motorrad – auch für Menschen, die sich sonst weniger für technische Entwicklungen interessieren.
Wer die Erlebnisausstellung im PS.SPEICHER mit einer Gruppe aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen möchte, kann „Frau ans Steuer!“ als separate Gruppenführung buchen. Sie verbindet Fahrzeuggeschichte mit Alltagsgeschichte und zeigt, dass Mobilität immer auch eine gesellschaftliche Frage ist.
Die Erlebnisausstellung auf eigene Faust entdecken
Auch außerhalb einer Gruppenführung bietet die Erlebnisausstellung viele Möglichkeiten, die Geschichte der Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben. Mit dem neuen 1-Tagesticket – Erlebnis Fahrzeugwelten könnt ihr die Ausstellung in eurem eigenen Tempo erkunden und darüber hinaus alle Sammlungen des PS.SPEICHER besuchen. So lassen sich die Geschichten rund um Frauen in der Mobilität mit vielen weiteren Kapiteln der Fahrzeuggeschichte verbinden.
Ob historische Motorräder, Automobile, Kleinwagen, Nutzfahrzeuge oder Modellfahrzeuge – das Tagesticket eröffnet euch einen umfassenden Blick auf mehr als 200 Jahre Mobilitätsgeschichte. Wer also nach der Führung noch tiefer eintauchen möchte oder die Ausstellung individuell erleben möchte, findet mit dem Tagesticket die passende Gelegenheit dazu.
Bitte beachtet: Die SCHATZKAMMER ist nicht im Tagesticket enthalten und kann separat besucht werden.
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