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Luftfederung vor Mercedes? Der Borgward P 100 im PS.SPEICHER überrascht bis heute

  • vor 5 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Borgward P 100

Manche Fahrzeuge geraten mit der Zeit etwas aus dem Blick – obwohl sie technisch ihrer Epoche voraus waren. Der Borgward P 100, auch bekannt als der „Große Borgward“, gehört genau in diese Kategorie. Wer heute über deutsche Automobilgeschichte, historische Limousinen oder technische Meilensteine spricht, sollte auch diesen Namen kennen. Denn der Borgward P 100 bringt eine Innovation auf die Straße, mit der er seiner Konkurrenz einen Schritt voraus ist: Luftfederung in Serienherstellung.

In der Sammlung AUTOMOBIL des PS.SPEICHER lässt sich dieses besondere Kapitel deutscher Fahrzeuggeschichte aus nächster Nähe entdecken.


Ein starkes Jahr für Borgward

1959 ist das erfolgreichste Jahr der Borgward-Gruppe. Die Bremer erwirtschaften einen Gesamtumsatz von 632 Millionen DM. Die Marke steht wirtschaftlich stark da, Fahrzeuge aus Bremen sind präsent und gefragt. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass nur 18 Monate später Schluss sein wird.

Doch Anfang 1960 blickt alles noch nach vorne. Borgward präsentiert auf dem Autosalon in Brüssel den überarbeiteten „Großen Borgward“ – ein Fahrzeug, das nicht nur optisch Präsenz zeigt, sondern vor allem technisch Aufmerksamkeit erzeugt.


Beiger Borgward P 100 in einer Ausstellung, frontal vor weiteren Oldtimern; Nummernschild 19/61.

Borgward P 100: Luftfederung als technischer Schritt nach vorn

Der eigentliche Clou des neuen Fahrzeugs heißt „airswing“.

Hinter diesem Namen verbirgt sich eine technische Besonderheit: Luftfederung. Damit wird der Große Borgward, der ab 1961 offiziell Borgward 2300 heißt, zum ersten deutschen Wagen in Serienherstellung mit Luftfederung.

Das ist ein bemerkenswerter Schritt in der Automobiltechnik. Borgward setzt damit ein Zeichen und ist der Konkurrenz einen Schritt voraus. Erst ein Jahr später reagiert Mercedes mit der großen Heckflosse.

Wer heute über technische Entwicklungen im Automobilbau spricht, findet im Borgward P 100 deshalb ein spannendes Beispiel dafür, wie Innovation früh gedacht wurde.


Der Große Borgward: Komfort und Präsenz

Schon der Name „Der Große Borgward“ macht deutlich, welchen Anspruch dieses Fahrzeug verkörpert. Als Limousine steht er für Raum, Komfort und einen souveränen Auftritt.

Mit seinem 6-Zylinder-Viertaktmotor, 2.238 cm³ Hubraum und 100 PS erreicht der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Damit bewegt sich der Borgward P 100 in einem Segment, das Anfang der 1960er Jahre für Komfort und Reiselimousinen steht.

Sein Neupreis ab 12.350 DM zeigt ebenfalls, dass sich dieses Fahrzeug an Käufer richtet, die Wert auf Technik und Ausstattung legen.


Technische Daten des Borgward P 100

Merkmal

Angabe

Fahrzeug

Borgward P 100

Farbe

beige

Aufbauart

Limousine

Motorbauart

6 Zyl. Viertakt

Hubraum

2.238 cm³

Leistung

100 PS

Bauzeitraum

1960

V-max

160 km/h

Neupreis

ab 12.350 DM


Motorraum eines alten Borgward mit freiliegendem Motor, Kabeln und Tanks; leicht verstaubt, technischer Innenraum.

Warum der Borgward P 100 heute noch spannend ist

Der Borgward P 100 steht für eine spannende Frage in der Automobilgeschichte: Wer bringt welche Technik zuerst auf die Straße? Häufig bleiben dabei nur wenige Namen dauerhaft präsent. Doch Fahrzeuge wie der Große Borgward zeigen, dass Innovation oft an Stellen entsteht, die heute nicht jeder sofort im Blick hat.

Gerade die Kombination aus Luftfederung, 6-Zylinder-Motor, klassischer Limousinenform und der Geschichte der Marke macht dieses Fahrzeug zu einem spannenden Exponat.

Wer sich für Borgward, deutsche Oldtimer, historische Limousinen oder die Entwicklung technischer Fahrzeuginnovationen interessiert, findet hier einen direkten Zugang.


Klassischer beigefarbener Oldtimer in Museumshalle, mit Infokarte in der Heckscheibe; weitere Oldtimer im Hintergrund.

Den Borgward P 100 und viele weitere Klassiker mit dem Tagesticket entdecken

Wer den Borgward P 100 in der Sammlung AUTOMOBIL besucht, kann den Ausflug ideal mit dem 1-Tagesticket – Erlebnis Fahrzeugwelten verbinden. Damit entdeckt ihr nicht nur den ersten deutschen Serienwagen mit Luftfederung, sondern auch die Erlebnisausstellung sowie alle weiteren Sammlungen des PS.SPEICHER.

So wird aus dem Blick auf ein einzelnes Fahrzeug eine spannende Zeitreise durch mehr als 200 Jahre Mobilitätsgeschichte. Ob historische Motorräder, Automobile, Kleinwagen, Nutzfahrzeuge oder Modellfahrzeuge – das Tagesticket gibt euch die Freiheit, euren Besuch ganz nach euren Interessen zu gestalten und die Vielfalt der Fahrzeugwelten in eurem eigenen Tempo zu erleben.

Bitte beachtet: Die SCHATZKAMMER ist nicht im Tagesticket enthalten und kann separat gebucht werden.



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